18 Februar 2012

Zockerkönig Wulff

Warum hat der Mann so lange gezögert, obwohl ihm doch klar sein musste, dass er nicht Bundespräsident bleiben konnte?

Ist doch eigentlich ganz einfach: Die bei Bundespräsidenten (warum auch immer) "Ehrensold" genannte Pension von 199 000 Euro pro Jahr plus Sekretärin, Dienstwagen und Büro gibt es laut Grundgesetz nur bei Rücktritten aus politischen, nicht aber aus persönlichen Gründen.

Heißt: Eigentlich hätte Wulff nach seinem Rücktritt Hartz IV beantragen müssen: Das Haus in Großburgwedel gehörte der Bank - Zwangsversteigerung. Denn Wulff hatte nach seiner Scheidung zwecks Ehelichung der ehrenwerten Bettina, kein Geld mehr. Deshalb musste er sich ja auch zum Kauf des Hauses zunächst von ebenso wohlmeinenden wie selbstlosen und reichen Freunde das Geld leihen - und erst als das raus kam, bei einer Bank.

Und da er seiner - unbestätigten Gerüchten zufolge - dem Luxus durchaus zugetanen Bettina ja etwas bieten wollte, musste er eben am Urlaub sparen, in den ärmlichen "Gästezimmern" von Freunden nächtigen und - damit das Ambiente stimmte - mindestens als Gast von Millionären trinken und tafeln.

Und letzlich brauchte er einen Job, der ihm ein ordentliches Auskommen auf Lebenszeit sicherte. Ministerpräsident, das war nichts, da konnte man ja alle paar Jahre abgewählt werden. Und Pension gab es dafür auch erst mit 60 und Wulff war, als er sich das alles durch den angeheiterten Kopf gegen ließ, gerade mal 50.

Plötzlich traf ihn die Erleuchtung (Gottes, oder vielleicht doch des Teufels): Bundespräsident, das wäre es doch. Nach einer Wahlperiode oder einem Rücktritt 200 000 Euro für den ganzen Rest seines Lebens. Dagegen war die Zockerei mit seinen Millionärsfreunden doch lächerlich. Dumm nur, dass die heraus kam. Und dass er den niedersächsischen Landtag belogen und gegen das Ministergesetz verstoßen hatte. Und dass damals, in Niedersachsen, seine Freunde auch Gegenleistungen für ihre Großzügigkeit natürlich nicht gefordert aber doch erwartet hatten. Kleine Geschenke, zum Beispiel in Form von Landesbürgschaften, erhalten ja bekanntlich nicht nur die Freundschaft, sie öffnen auch das Scheckbuch, falls es wieder mal eng wird.

Also der als Präsident wohlsituierte Christian musste fürchten, nach einen Rücktritt der arme Christian zu sein. Also trat er nicht zurück – bis die liebe Angela verlauten ließ, dass die Bundesregierung dem lieben Christian den "Ehrensold" doch nicht verweigern zu können.

Da war er endlich, der Traumdeal des Christian Wulff: Nie mehr arbeiten, ein gratis Auto, ein Büro und eine Sekretärin. Wenn er nur 80 wird, kostet der Mann, den man laut Gerichtsurteil einen Lügner nennen darf, die Steuerkasse mindestens 8 Millionen Euro (Ehrensold) plus Nebenleistungen.

Und da steht gestern ein einstudiert bedröppelter Wulff vor den Kameras, ist ganz traurig. Die Feier findet, wahrscheinlich aus Pietätsgründen erst in vier Wochen, in Großburgwedel statt.

Ob da wohl seine reichen Freunde kommen? Wulff wirds egal sein. Der hat ja nun keine Geldsorgen mehr...

26 Januar 2012

Wir haben immer eine Wahl...

Morgen, am 27. Januar, gedenkt die Welt des Holocaust. Es ist der Tag, an dem damals, 1945, die Rote Armee das KZ Auschwitz-Birkenau befreite, das Todeslager, in dem die Nazis eine Million Juden ermordeten.

Der 27. Januar sollte auch ein Tag wider das Vergessen sein. Die Lehrer an unseren Schulen daran erinnern, dass es ihre Pflicht ist, den Kindern und Enkeln der Mörder, aber auch der Menschen, die sich den Mördern auf die eine oder andere Weise in den Weg stellten, zu sagen, was damals geschah.

Sie könnten zum Beispiel an die vielen muslimischen Albaner erinnern, die während der Besetzung durch Hitler-Deutschlands Armeen ihr Leben riskierten und viele Juden vor den Häschern retteten.

"Freundschaft ist stärker als jede Angst" sagt eine Albanerin, deren Foto jetzt in der Holocaust-Gedenkausstellung "Eine Sache der Ehre" in der Liechtensteinischen Hauptstadt Vaduz hängt.

Die muslimischen Eltern dieser muslimischen Frau gehörten zu denen, die Juden in Albanien vor den Mördern aus dem christlichen Abendland retteten.

Sie gehören zu den 69 muslimischen Albanern, die in Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt werden.

Lesen Sie dazu bitte auch meine Quelle hier.

22 Januar 2012

Berlin: Mörderbande in Uniform

Benno Ohnesorg. Sein Name ging in die Geschichte der Studentenbewegung ein. Der Kripo-Mann Karl-Heinz Kurras erschoss ihn am 2. Juni 1967 bei einer Demonstration gegen den Staatsbesuch des Shas von Persien, Reza Pahlewi. Von Messern und Notwehr wurde gefaselt und Kurras nie wegen des heimtückischen Mordes verurteilt.

Jetzt haben Bundesanwaltschaft und Spiegel-Reporter Beweise zusammen getragen. Unter anderem aus alten Ferhsehaufnahmen: Der Mörder Kurras ging seelenruhig, umringt von seinen Kollegen von der Westberliner Polizei und nur ein paar Meter von seinem Vorgesetzten entfernt, mit einer Pistole in der Hand auf Benno Ohnesorg zu und erschoss den wehrlosen Studenten. Und die Berliner Polizei vertuschte den Mord, pfuschte sogar an der Leiche herum, um Beweise zu vernichten.

Das ist gemeinschaftlicher Mord.

Der aufschreiber wird mit (wenig) Spannung verfolgen, ob die Mörder jetzt vor Gericht gestellt werden. In Berlin. Glauben Sie es...

Link zu Spiegel Online.

02 Januar 2012

Verfassungsfeind als Präsident

Niemand muss BILD mögen. Die Berliner Zeitung auch nicht. Und den Schwarzwälder Boten nicht.

Aber das ändert nichts daran, dass ein Bundespräsident, der die Presse bedroht, ein Feind der Freiheit ist und damit ein Verfassungsfeind. Denn wer der Presse die Freiheit nimmt, der stiehlt den Menschen die Information, die sie brauchen, um ihre Freiheit gegen die Wulffs, Merkels oder Steinmeiers zu verteidigen.

Ohne freie Information gibt es keine Demokratie.

Und mit einem Präsidenten, der so größenwahnsinnig ist, sich per SMS oder Email über das Grundgesetz zu stellen, auch nicht.

Deshalb muss Wulff weg. Auch weil er dem Amt des Bundespräsidenten Schadet mit seinen ständigen Halbwahrheiten, seiner Salamitaktik, alles immer erst zuzugeben, wenn es ohnehin schon jeder weiß.

Geht er nicht freiwillig, so müssen Bundestag und Bundesrat das Bundesverfassungsgericht anrufen - und das muss Wulff aus dem Amt jagen.

31 Dezember 2011

Deutsches Land - Naziland

Die Landesämter für Verfassungsschutz in Thüringen und Sachsen waren den Nazi-Killern von Zwickau und ihren Helfern schon 1999 auf der Spur - und taten nichts.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz war seit 2001 detailliert informiert - und tat nichts.

Die braunen Mörder wurden sogar noch durch Verfassungsschutz-V-Leute mit Geld versorgt.

Fazit: Deutsche Verfassungsschützer auf Bundes- und Länderebene (in Sachsen und Türingen) sind staatlich lizensierte Mörder. Gemeinschaftlicher Mord in mindestens zehn Fällen und Bildung einer terroristischen Vereinigung müsste die Anklage gegen alle Mitwisser in den Verfassungsschutzämtern und die für ihre Aufsicht auf Bundes- und Landesebene zuständigen Minister und ihre Beamten beinhalten, die durch Schweigen zu Mittätern geworden sind.

Aber die Justiz - tut nichts.

Ganz nebenbei: Braune Horden trampeln wieder durch unsere Städte - und unsere Polizei und die Justiz tun nichts.

Die Polizei verprügelt lieber demokratische Gegendemonstranten.

Es ist alles so wie damals, in den Jahren direkt vor der faschistischen Machtergreifung. Kurz bevor Adolf Hitler Deutschland wurde.

Deutsches Land - Naziland.

Wir müssen weiter gegen den braunen Sumpf kämpfen.

Der aufschreiber wünscht all seinen Lesern, dass wir dabei 2012 dabei mehr Erfolg haben als 2011. Und dass wir eines Tages sagen können:

Deutsches Land - freies Land.

21 Dezember 2011

Abschied vom Friedenskämpfer

Es ist normal, wenn ein Mensch mit 88 Jahren stirbt. Doch an dem großen Psychoanalytiker Horst Eberhard-Richter war nichts normal, sondern alles immer das entscheidende Bisschen mehr.

Die westdeutsche Sektion der Ärzte gegen den Atomkrieg hätte es ohne ihn nicht gegeben. Und Jahrzehnte lang haben Linke ebenso wie aufgeklärte Konservative ihn als Mahner gehört. Niemand konnte sich seiner Stimme entziehen. Denn Horst-Eberhard Richter kämpfte immer und überall für den Frieden - niemals leise, immer laut und vernehmbar.

Der aufschreiber gedenkt des großen Denkers und schließt sich der FAZ an: Horst-Eberhard Richter ist aus der Bundesrepublik Deutschland nicht wegzudenken.

19 Dezember 2011

Die Stasi war ein Kirchenchor...

...vergleicht man sie mit dem Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz.

Das interpretiert "Verfassungsschutz" nämlich offensichtlich als Schutz von Neo-Nazis vor der Verfassung.

2000 Euro gaben diese beamteten Verfassungsfeinde einem NPD-Funktionär. Dass der das Geld lieber in die Kneipe trug als - wie von seinen Komplizen bei den Schlapphüten geplant - falsche Pässe für das Nazi-Mordtrio zu besorgen, spricht nicht für die Schlapphüte, sondern lediglich dafür, dass ihr NPD-V-Mann Alkoholiker ist.

Diesem NPD-Mann verriet das Landesamt für Verfassungsschutz, wie es sich ja bis zu einem rechtskräftigen Urteil, in dem es als terroristische Vereinigung enttarnt wird, noch nennen darf, auch Observierungsmaßnahmen der Polizei: Die Adresse der Wohnung, von der aus er überwacht wurde, die Typen der Zivilfahrzeuge der Polizei, die ihn verfolgten...

Sämtliche verantwortlichen Politiker, Verfassungsschutzpräsidenten und ihre Schlapphüte müssen wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr eigentlich sofort in Untersuchungshaft genommen und vor Gericht gestellt werden. Wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung.

Vergessen wir nicht: Die Neo-Nazis, die von diesen "Verfassungsschützern" so liebevoll umsorgt wurden, haben mindestens zehn Menschen in ganz Deutschland ermordet. Dunkelzimmer bisher unbekannt...